Bühne mit zwei Musikern und Logo 10 Jahre Degginger
10 Jahre Degginger

10 Jahre Kultur- und Kreativwirtschaft als ein Innovationstreiber für den Transformationsprozess

Innovation entsteht selten isoliert. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Disziplinen und Denkweisen aufeinandertreffen. Genau darin liegt die besondere Stärke der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Beim Jubiläum „10 Jahre Degginger“ in Regensburg wurde eindrucksvoll sichtbar, wie kreativwirtschaftliche Netzwerke heute weit über Kulturveranstaltungen hinaus wirken. Das Degginger hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Ort entwickelt, an dem Kreativwirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Unternehmen und Stadtgesellschaft zusammenkommen – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch im gemeinsamen Austausch.

Besonders spannend ist dabei der Gedanke der sogenannten Cross Innovation. Gemeint ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Branchen, bei der neue Ideen, Produkte und Lösungen genau durch diese Vielfalt entstehen. Kreative arbeiten dabei nicht nur gestalterisch, sondern zunehmend als strategische Partner für Kommunikation, Transformation und Innovation.

Gerade mittelständische Unternehmen stehen aktuell vor großen Herausforderungen:
digitale Transformation, Fachkräftemangel, neue Anforderungen an Sichtbarkeit, Markenkommunikation und Arbeitgeberattraktivität. Klassische Lösungen reichen oft nicht mehr aus. Gefragt sind neue Denkansätze, kreative Perspektiven und die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und emotional zu vermitteln.

Hier kann die Kultur- und Kreativwirtschaft wichtige Impulse liefern.

Designerinnen, Kommunikationsstrategen, Entwickler, Content Creator, Filmschaffende, Künstlerinnen oder Games-Experten arbeiten täglich mit Veränderung, Nutzererlebnissen und neuen Formen der Kommunikation. Viele Methoden, die heute unter Begriffen wie Innovationskultur oder Transformation diskutiert werden, gehören in kreativen Prozessen längst zum Alltag.

Das Degginger zeigt beispielhaft, wie solche Begegnungsräume funktionieren können. Aus einem kreativen Netzwerk entsteht ein Innovationsökosystem, das neue Kooperationen ermöglicht und wirtschaftliche Entwicklung fördert. Genau deshalb wird die Kultur- und Kreativwirtschaft zunehmend als wichtiger Zukunftsfaktor für Regionen und Unternehmen wahrgenommen.

Auch politisch gewinnt dieses Verständnis an Bedeutung. Kreativwirtschaft ist heute weit mehr als Kulturförderung. Sie verbindet Wirtschaft, Technologie, Kommunikation und gesellschaftliche Entwicklung. Städte und Regionen, die kreative Netzwerke stärken, investieren damit gleichzeitig in Innovation, Standortqualität und Zukunftsfähigkeit.

Nicht nur für den Mittelstand bedeutet das:

Wer Innovation ernst nimmt, sollte Kreative nicht erst am Ende eines Projekts für Gestaltung oder Werbung einbinden – sondern bereits am Anfang als strategische Partner mitdenken.

Denn Innovation beginnt oft genau dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.

Bild unten Jacqueline Heimgärtner mit Carola Kupfer, Präsidentin BLVKK und Kerstin Radler, Bezirksrätin der Regierung der Oberpfalz für Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Veranstaltung 10 Jahre Degginger

Jacqueline Heimgärtner mit BLVKK Präsidentin Carola Kupfer und Bezirksrätin Oberpfalz für Kultur- und Kreativwirtschaft Kerstin Radler
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